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Wenn einige Menschen behaupten "Rock ist tot", so hängt das sicherlich damit zusammen, dass Authentizität in den letzten Jahren eben gerade in diesem Genre - einer ehemals blühenden Vorzeigedomäne für diese Eigenschaft - zu einem sinkenden Schiff verkommen ist. Während man aalglatte und geradegebogene Künstler aus dem Popbereich schon lange kennt, greift diese Entwicklung leider auch unter vielen ambitionierten, jungen Bands im Rockbereich um sich.
Anstatt wie viele dieser "Rockratten" das sinkende Schiff zu verlassen, holen Orange Distortion hingegen aus, um es zu retten und wieder zu einem erhabenen Schlachtkreuzer und somit Aushängeschild der Rockmarine werden zu lassen.
Diese Behauptung will gerechtfertigt werden:

Zunächst einmal macht sich dies in der Musik der Band bemerkbar, die auf einem erdigen, soliden Rocksound basiert, der vor allem handgemacht ist. Massive Autotune-Refrains oder Synthie-Effekte, wie sie bei vielen aufstrebenden Bands momentan populär sind, sucht man bei Orange Distortion vergeblich. Zwar findet man hier und da kleine detailverliebte Effektspielereien, allerdings nur dann, wenn sie dem Bandsound bzw. dem Song dienlich sind. Das allein jedoch macht eine Band noch nicht authentisch, denn Bands mit guten Musikern, die ihre Instrumente beherrschen, gibt es viele.

Die Leidenschaft für die Musik selbst ist Orange Distortion quasi in die Wiege gelegt worden; besser noch, Orange Distortion ist aus ihr entstanden. Denn aus einer gemeinsamen kleinen Jam-Runde zwischen Erik (Gitarre) und (mittlerweile Ex-)Drummer Alex in einem kleinen Keller in Karow wuchs zunächst nur langsam der Gedanke, dieses Projekt als Band zu betreiben, heran. Diese ersten 2 ½ Jahre waren, genau wie die eben angesprochenen Jam-Sessions, von stetigem Ausprobieren und Erfahrungen sammeln geprägt. Einige provisorische Sänger wurden getestet, Christian 2002 zum Bassspielen überredet, nachdem er zunächst Gitarre gespielt hatte, und Uwe ersetzte 2004 Hendrix an der Gitarre, der ein Jahr zuvor die Band verlassen musste. Ende 2004 wurde das Line-Up dann durch Franz Rohlfs am Mikrofon komplettiert, und Orange Distortion begannen wirklich als Band zu existieren.
In dieser Besetzung unternahmen die 5 Jungs dann auch ihre ersten Gehversuche in Form von Live-Auftritten und einem ersten Demo, welches 2006 in kompletter do-it-yourself Manier "veröffentlicht" wurde. 2008 folgte diesem Demo dann eine erste 6-Song EP mit dem Titel Ten Ears After, die ebenfalls in Eigenregie aufgenommen, gepresst und veröffentlicht wurde.

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Bis 2009 arbeiteten die 5 Jungs hart an ihrem Songwriting und ihren Live-Performances. Sowohl von Fans als auch von Fach-Jurys einiger Wettbewerbe (z.B. Emergenza Finalteilnahme 2007, Rockton 2008) wurde ihnen dabei eine stetige Weiterentwicklung attestiert. Auch hier zeigt sich eine gewisse Authentizität, denn semi-choreographiertes Rumgehüpfe wird man bei Live Konzerten von Orange Distortion ebenso wenig finden, wie Musik aus der Konserve. Was auf der Bühne passiert, entspringt dem Moment und den Gefühlen der einzelnen Musiker in der Band, und springt im Idealfall auf das Publikum über.

Mitte 2009 schaffte es die Band dann erstmals (und ebenfalls durch eigene Organisation) einige Gigs außerhalb von Berlin an Land zu ziehen und spielte in Fürstenwalde, Wernikow und Bremen. Des Weiteren veranstalteten sie ihre ersten Gigs in Berlin selbst und lernten so auch die Arbeit von Veranstaltern unmittelbar schätzen.

Auf Grund interner Probleme zwischen einigen Bandmitgliedern kam es Ende 2009 jedoch zum Bruch in der Band und Orange Distortion trennten sich von Alex (Drums). Franz (Gesang) entschied sich daraufhin ebenfalls den Job am Mikrofon zu quittieren. Doch wieder einmal ließen sich die verbleibenden Mitglieder von Orange Distortion nicht unterkriegen und kämpften über 1 Jahr lang für adäquate Nachfolger an den Drums bzw. am Mikrofon, und somit für das Überleben dessen, was ihnen das Ausleben ihrer Leidenschaft ermöglicht.
Schließlich wurden mit Natalia (Drums) und Georgi (Gesang) zwei mehr als angemessene Nachfolger für Franz und Alex gefunden. In diesem Jahr der Suche entstanden außerdem viele neue Songs, die als dann mit den neuen Mitgliedern vervollständigt wurden. Am 11.02.2011 erklommen Orange Distortion dann nach über 1 Jahr Pause wieder eine Bühne, um endlich wieder oben beschriebenes Gefühl zu erleben und teilen zu können.

In näherer Zukunft sind weitere Aufnahmen geplant (immerhin stehen mehr als 13 neue Songs unaufgenommen zur Verfügung), jedoch immer mit einem zur Bühne schielenden Blick; denn alles in allem sehen sich Orange Distortion in erster Linie als Live Band, der es zudem äußerst wichtig ist, einen guten Kontakt zur Fanbase und zu Konzertveranstaltern herzustellen bzw. zu bewahren, um eine kooperative, konstruktive und professionelle Arbeitsatmosphäre zu ermöglichen.

Orange Distortion sind eine umgängliche Band, die einfach nur ihre eigene Freude an der Musik teilen möchte - vor allem eben live. Frei nach dem Motto:

You rock, we rock, let's rock together

Line-Up:
Georgi Yordanov (Gesang)
Erik Schultz (Gitarre)
Christian Dombrowski (Bass)
Natalia Walko (Schlagzeug)

Discographie:
Orange Distortion - Demo (2006, selbst veröffentlicht)
Orange Distortion - Ten Ears After (2008, selbst veröffentlicht)
Orange Distortion - Demo 2011 (2011, selbst veröffentlicht)

Auszug - Bespielte Clubs:
Postbahnhof, SO36, Lido, Kato, Cassiopeia, Knaack Club, Eastend, Wabe, Springpfuhlhaus, Linse, MS Treue (Bremen)

Auszug - Bands mit denen wir gespielt haben:
Orphan Hate, The Roovers, Drone, Flowin' Immo, Mellow Mark, Black Born Phoenix, Shane, Kolumbus Kill, Summer State, Rough Roostars, Ratz Impact